2013_Eine feuchtfröhliche Radausfahrt

 

Tag 1

 Nach einer allgemeinen Begrüßungsrunde, dem Beladen des Transporters und einer kurzen Ansprache von Klaus setzte sich der diesjährige Tross, bestehend aus 19 Fahrer/innen (14 Männer / 5 Frauen) in Bewegung. Das Wetter meinte es mit den Temperaturen nicht wirklich gut mit uns und so schlüpfte jeder in seine etwas dickeren Radlklamotten. Vorneweg unsere zwei „Navis“ Manfred und Fabian führte uns die Route von Nürnberg an Neustadt/Aisch vorbei über Ochsenfuhrt nach Dittigheim, einem Vorort von Tauberbischofsheim.  Der frische Ostwind der uns den ganzen Tag in den Rücken blies hatte zur folge, dass wir am ersten Tag mit einem flotten Schnitt (25 km/h ) an unserem Ziel ankamen. So machten sich nach dem Verstauen der Räder und dem Beziehen der Zimmer sogar noch einige zu einem kleinen Koppellauf auf.

 

 


Tag 2:

 Wettermäßig hatte sich erst mal nicht viel geändert und so machten wir uns durch ein gutes Frühstück gestärkt auf die zweite Etappe. Diese Stärkung war nötig, den die zweite Etappe durch Odenwald und das Kraichgau war doch ziemlich anspruchsvoll. Teilweise ging es nur hinauf, hinunter und sofort wieder auf den nächsten Hügel oder Berg hinauf. Erst die letzten Kilometer in der Rheinebene nach Kirrlach unserem Tagesziel einem kleinen Ort in der Nähe von Hockenheim waren dann flach. Den Höhepunkt des zweiten Tages hatten wir ca.50 km vor unserem Ziel. Unsere Route führte uns nur wenige Kilometer an Heide’s ehemaliger Heimat vorbei und so überraschte Sie uns mit der Einladung zu Kaffee und Kuchen Zuhause bei Ihrer Mutter. Diese hatte mehrere Kuchenbleche (Rabarber, Käse... ) extra für uns backen lassen und ließ Ihre Kaffemaschine im Dauerbetrieb laufen. Eine so schöne und genussvolle Pause hatten wir auf all unseren Ausfahrten noch nie. Nochmals Besten Dank an Heide und natürlich an ihre Mutter für die herzliche Einladung.

Die nächsten Km waren für uns alle,  mit viel zuviel  Kaffee und Kuchen im Bauch nicht die leichtesten. Dafür hatten wir nun endlich auch mal Sonnenschein und die Temperaturen wurden richtig angenehm.

An diesem Abend gab es nach der Ankunft im Hotel keinen Koppellauf mehr, sondern eine kleine Wanderung zu einer Gaststätte. In unserem Hotel gab es nichts zu Essen und die Pizzeria um die Ecke hatte natürlich Ruhetag.

 


Tag 3  

 Der Tag begann leider wieder wolkenverhangen, aber das waren wir inzwischen ja gewohnt. Die Strecke führte uns in Richtung Rhein,  den wir nach ca. 15 km überquerten und  somit waren wir schon in Rheinland-Pfalz. Hier fuhren wir etliche Km am Rhein entlang Richtung Süden bis Leimersheim und nutzten die dort verkehrende Rheinfähre um wieder ans rechte Rheinufer zu gelangen. Eine doch recht ungewöhnliche Fahrgelegenheit. Von hier aus ging es dann erst mal recht flach in östliche Richtung weiter. Nach der Mittagspause begann die Strecke wieder etwas hügeliger zu werden.

Und es passierte es uns wieder wie im Vorjahr. Die Gruppe wurde an einem Kreisverkehr unfreiwillig getrennt und die zweite Gruppe hatte wie im letzten Jahr mal wieder keins der Navis dabei. Mit ein bisschen Orientierungssinn und einem  Handy  gelang es uns wiederzufinden. Gleich nach unserer Wiedervereinigung wurde es auch schon richtig bergig, wir waren am Nordrand des Schwarzwaldes. Die ersten größeren Steigungen des Tages standen uns bevor. So ging es nun ca. 40 km weit, immer rauf und runter.  Leider begann es dann auch noch zu Regnen und so kämpften wir uns die letzten Kilometer bei Regen und Freitagabend Autoverkehr zu unserem Hotel nach Leonberg/Klemmseck  durch.  Das Hotel liegt direkt an der ehemaligen Auto- und Motorradrennstrecke Solitude, es hatte wohl auch schon bessere Tage gesehen. Aber wir waren froh das alle gut angekommen waren. Leider  gab es dann bei der Zimmereinteilung durch das Hotelpersonal noch ein richtiges Kuddelmuddel und es dauerte bis alle Ihre Zimmer beziehen konnten.   

 

 

Tag 4

 Was zum Gesamtbild des Hotels passte war, das die „Brötchenholerin“ am  Samstagmorgen verschlafen hatte und wir uns mit dem Frühstück ein halbe Stunde gedulten mussten.Dann ging es los in Richtung Krautheim, unserem heutigen Tagesziel. Wir waren noch keinen Kilometer gefahren begann es zu Regnen. Es regnete mal stärker, mal schwächer, aber es hörte einfach nicht auf. Jeder hoffte dennoch auf ein baldiges Ende des Regens und so wurde erst mal weitergefahren ohne die dicke Regenkleidung anzuziehen. Nach ca. 80 km waren aber einige zu sehr durchnässt und ausgekühlt um weiter zu radeln. Sie stiegen in unseren Transporter um und ließen sich von Klaus nach Krautheim fahren. Die restlichen 10 Radler/innen fuhren auch noch die letzten 65 km im Regen weiter nach Krautheim und ließen sich auch 25 km vor dem Ziel nicht mehr in den Transporter locken, mit dem uns Klaus wieder entgegengefahren war um uns auch noch abzuholen. Was ich noch erwähnen möchte,  80 % der Frauen die an der Radltour teilnahmen fuhren die ganze Regenetappe durch, ein Wert von dem die Männer nur träumen können. Da sieht man mal wieder wer das starke Geschlecht ist.Ca. 15 Minuten nach der Ankunft  in unserer Pension kam es wie es kommen musste. Es hörte zu regnen auf, und etwas später zeigte sich sogar blauer Himmel.

 


Tag 5 

 Der letzte Tag begann leider sehr dunstig und so konnte man das Jagsttal durch dass wir nun fuhren nicht richtig genießen. Es wurde aber bald wärmer und sonniger und so verschwanden Jacken, Ärmlinge und Beinlinge recht schnell im Transporter. Die weitere Strecke führte uns durch eine herrliche Landschaft nach Rothenburg ob der Tauber welches wir dem Verlauf der Tauber folgend umfuhren, nicht ohne anzuhalten und ein Gruppenfoto vor der Kulisse von dort zu machen. Einige Km weiter konnten wir, was uns bisher nicht vergönnt war, heute das erst mal unsere Mittagspause bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen genießen. Was uns allerdings auf der weiteren Fahrt nach Hause nicht mehr vergönnt war, war die Pause in einem leider viel zu bekannten Eiscafe in Cadolzburg. Die Schlange der Wartenden war einfach zu lang und so mussten wir ohne eine letzte Stärkung die restlichen Kilometer nach Hause fahren.

 

Es war auch heuer wieder eine sehr schöne Tour durch unbekanntes Land  auf kleinen Sträßchen. Alle Teilnehmer sind ohne Blessuren wieder Zuhause angekommen. Nur das Wetter war heuer nicht immer mit uns.

Trotzdem wird es auch im nächsten Jahr eine mehrtägige Ausfahrt geben.

Strecke ?  Kilometer ?  Höhenmeter ?

Bilder findet ihr hier!