Halbmarathon Verona 2018

ch glaube ich persönlich wäre nicht auf die Idee gekommen eine Laufreise mit dem Bus zu unternehmen, aber mein Papa hat mir die „Verona Marathon Reise“ zum Geburtstag geschenkt. „Na gut.“, dachte ich mir, „schauen wir uns das doch mal an“. Der Laufveranstaltung bietet drei Distanzen an: Die 10 Kilometer, den Halbmarathon und den Marathon. Für Papa und seine Freundin Gerlinde ging es Freitag in der Früh, bereits um sechs Uhr in Nürnberg los. Mein Freund und ich wurden um acht Uhr am Irschenberg (Kaffeerösterei Dinzler) aufgegabelt. Wir sind bekennende Flieger, alles was sich lohnt wird geflogen. Aber die Hinfahrt war richtig angenehm und kurzweilig. Es wurde sich gedämpft unterhalten, man konnte auch gut im Bus schlafen und in den richtigen Abständen hielt der Bus an und wir konnten uns alle die Beine vertreten.

Im Hotel angekommen machten wir uns alle frisch, bevor es am späten Nachmittag losging, die Startunterlagen in der Sportanlage „AGSM Forum“, dem Veranstalter, abzuholen. Der Weg dorthin wurde zu Fuß zurückgelegt. Den Startbeutel bekommt man nicht im Start-/Zielbereich, sondern etwas außerhalb. Man geht ein bisschen, aber das tat nach der Hinfahrt ganz gut. Im Forum waren noch nicht viel Stände aufgebaut, nur wenige Menschen waren vor Ort und man konnte in Ruhe seinen Startbeutel abholen. Ein Service, der mir ins Auge stach, man konnte die Veranstaltungs-T-Shirts anprobieren bevor man sich für eine Größe entschied. Im Anschluss gingen wir ins Zentrum der schönen Stadt, ein bisschen erkunden, bevor es abends zum Essen, natürlich Pizza, ging. Vom Hotel in die Altstadt/zum Start-Zielbereich an der Arena ist man ca. 10 Minuten zu Fuß unterwegs. Die Nacht im Hotel selbst ist gut. Die Wände sind zwar sehr hellhörig, jedoch sind die Zimmer sauber und ordentlich. Auch das Frühstücksbuffet war reichhaltig. Für den günstigen Preis waren wir mehr als zufrieden. Den Samstag hatten wir zu unserer freien Verfügung. Wir entschieden uns natürlich dafür, die Stadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten weiter zu erkunden. Die ersten Weihnachtsmärkte waren auch bereits aufgebaut. Spätnachmittags zogen wir uns nochmal in das Hotel zurück, um die Füße hochzulegen und zu schonen für den nächsten Tag. Ganz in der Nähe des Hotels gibt es eine gut bewertete Pizzeria, die wir Abends aufsuchten. Der Samstagabend war kurz und megalecker!

Und dann war auch schon Raceday, der Sonntag war da, sonnig bei ca. 8 °C (zur Startzeit), der Wettergott hat uns aber mehr versprochen. Beim Frühstück war die Stimmung sehr entspannt und bald machten wir uns auf, in Richtung Startbereich „Piazza Bra“ an der Arena. Für uns stand der Halbmarathon auf dem Plan, wir hatten uns keine Zeit vorgenommen. Es sollte einfach nur ein schöner Familienlauf werden. Die Organisation im Startbereich war strikt und ordentlich. Wir hatten zwar bei der Anmeldung die gleiche Zielzeit angegeben, wurden dann aber trotzdem in unterschiedliche Startblöcke zugeordnet. Wir lösten das Problem dann auf einfache Weise und „rollten“ das Läuferfeld von hinten auf. Vor Ort gab es leider zu wenig Dixi-Klos. Der Start an sich verlief sehr reibungslos. Man konnte schon kurz nachdem man durch den Startbogen durchgelaufen war „frei laufen“ und stieg sich nicht auf die Füße. Ich möchte jedoch anmerken, dass alle drei Disziplinen zur gleichen Zeit, 9 Uhr, starten. Wenn man auf Zeit laufen möchte kann sich dies als hinderlich erweisen. Der Lauf selbst war wunderschön. Es gab nicht viele Höhenmeter zu sammeln, dafür aber eine wahnsinnig schöne Aussicht zu genießen. Auf der Strecke, ein Rundkurs, sind leider keine/wenige Zuschauer die einen kräftig anfeuern. Man läuft aus Verona raus entlang der Etsch, Richtung Nord-Westen, die Berge im Blick und dann wieder zurück, rein zur Arena. Ich habe gar nicht so richtig mitbekommen wie sich die 10er von den Halbmarathon- und Marathonläufern trennten. Letztere trennen sich erst bei Kilometer 21 von den Halbmarathonis. Für sie geht es weiter durch die Altstadt von Verona und noch einmal raus und wieder zurück. Für uns waren nun die letzten Meter Richtung Ziel angebrochen. Hier versammelten sich mehr und mehr Zuschauer zum anfeuern. Eine richtig tolle Stimmung. Eine Moderatorin kurz vor dem Ziel begrüßte jeden Einzelnen.Und dann? Schwupps! Waren wir auch schon durch den Zielbogen hindurchgelaufen.

Mein persönliches Highlight? Ich durfte meinem Papa und seiner Freundin die Medaillen umhängen. Mann, war ich Stolz auf die beiden!

Im Zielbereich gab es viel und genug zu Essen und zu trinken. Da uns das Wetter gewogen war und es in der Sonne inzwischen angenehm warm war, setzten wir uns auf die Tribüne und warteten bis Freunde, die auch mitgefahren waren beim Marathon einliefen. Ein guter Tag. Ein guter Lauf. Der Rest des Tages lässt sich kurz zusammenfassen: Wir legten im Hotel die Beine hoch und abends ging es wieder zu der Pizzeria um die Ecke um unsere Speicher wieder aufzufüllen, diesmal mit einem Gläschen Rotwein. Am nächsten Tag konnten wir gemütlich frühstücken bevor es dann mit dem Bus wieder heimging. Wie auch die Hinfahrt war die Heimfahrt sehr kurzweilig. Daheim angekommen schauten mein Freund und ich uns an und beschlossen: Das wollen wir nächstes Jahr wieder machen! Sina Paulus

Hier gehts zur Veranstaltung