Alpen Open Water Cup 2018

Ein Triathlet auf Abwegen - Einblick in meine Saison beim Alpen Open Water Cup: Insgesamt gibt es 7 Wettkämpfe die im Cup geschwommen werden können, aber nur maximal fünf der teilnehmenden Rennen werden für die volle Wertung benötigt, alle weiteren Rennen gelten als Streichresultat. Folgende Wertungsstrecken waren zum Schwimmen:

• Wöhrsee, Burghausen im Rahmen des Bayerncups, 3,8 KM

• Chiemgau-Thermen Langstreckenschwimmen im Simssee, 6 KM

• Vollmondschwimmen im Chiemsee, 2 KM

• Hechtsee X TREME, 5 KM

• Fuschlseecrossing, 4,2 KM

• Chiemsee-Langstreckenschwimmen, 4,5 KM

• Tegernsee-Langstreckenschwimmen, 4 KM

Begonnen hat die Serie im Wöhrsee in Burghausen, wo die 3,8 km in drei Runden zu absolvieren waren, weil der See nicht wirklich groß ist. Trotzdem tolle Wasserqualität und schön zu schwimmen. Ich konnte dort meine persönliche Bestzeit, die ich in der Langdistanz beim Triathlon benötige, um 5 Minuten unterbieten. Nur leider musste ich feststellen, dass ich mich hier mit lauter „Schwimmern“ messe, nicht mit Triathleten. Und so ging der Erste in diesem Wettkampf „Nicky Lange“ einfach mal 10 Minuten vor mir aus dem Wasser. Der Simssee ist schon ein „richtiger“ See und wir mussten auf der Wertungsdistanz von 6 km drei Runden á 2 km schwimmen. Nach jeder Runde musste man aus dem Wasser und über die Zeitmatten laufen, um die Zwischenzeiten zu nehmen. Für den Veranstalter ist das auch ein Sicherheitsaspekt, damit unterwegs keiner verloren geht. In der Zielverpflegung sind wir dann draufgekommen, dass die Bojen scheinbar durch den Wind etwas gewandert sind, denn alle Teilnehmer hatten um die 600 Meter mehr auf ihren Uhren stehen. Der dritte Wertungslauf war im Chiemsee zum Vollmondschwimmen. Eine echt tolle Erfahrung, nachts im Dunkeln 2 km durch den See zu schwimmen. Der Start war erst nachdem der Mond auch wirklich aufgegangen war und die Dunkelheit Einzug gehalten hat. Jeder Teilnehmer hat eine Restube Boje erhalten, die ein LED Licht integriert hatte. Und so sind um die 300 Teilnehmer wie Glühwürmchen in den See gestochen um an den beleuchteten Bojen entlang zu schwimmen. Ein Schwimmwettkampf, der wirklich sehr empfehlenswert ist, weil es mal etwas Besonderes ist. Ob man hier Bestzeiten erzielen kann, sei mal dahingestellt. Am Hechtsee bin ich leider nicht mitgeschwommen, da wir wie in den letzten Jahren schon, wieder beim 10 km Schwimmen am Hallstätter See waren. Der Wettkampf war zwar am Tag danach, aber wir wollten uns diese Fahrerei einfach ersparen und lieber das Wochenende inklusive dem Seefest mit tollem Feuerwerk in Hallstatt genießen. Wer weiß, ob ich noch genügend Kraft in den Armen gehabt hätte für Hechtsee X-Treme und weitere 5 km schwimmen am Tag danach. Die 10 km in 2 Stunden 50 habe ich dann doch etwas gemerkt ;o) Fuschelsee Crossing war in meinen Augen etwas ganz Besonderes...es gab keine Bojen die zur Orientierung im See waren. Jeder musste das in weiter Ferne liegende Ziel anvisieren und für sich den kürzesten Weg finden. Da empfiehlt es sich, den Anschluss an eine Gruppe zu suchen. Allerdings kann es dir passieren, dass du genauso falsch schwimmst wie die Konkurrenten. Es folgte dann der Chiemsee von der Fraueninsel nach Übersee, hier ist der Chiemsee am Tiefsten. Am Tegernsee hatten wir die härtesten Bedingungen. Durch den frühen Start um 08.30 Uhr sind wir der Sonne entgegen geschwommen- Sicht aus dem Wasser gleich null. Dazu kam, starker Wind der die großen Bojen versetzte und was bringt starker Wind noch?? Genau, Wellen. Diese Situation hatte mich nach den ersten 200 Meter überlegen lassen aufzuhören. Aber zum Glück kennt man als Triathlet gewisse Schwächen und damit umzugehen. Also draufhalten, denn den anderen Teilnehmern geht es bestimmt nicht besser. Dies war die einzige und richtige Entscheidung. Denn ich konnte mit im Hauptfeld behaupten und ging als 32er aus dem Wasser, was mir den 7. Platz in meiner AK bescherte. Mein persönliches Ziel für diesen Cup war es, unter den ersten 10 in der AK zu bleiben. Ich konnte am Ende 2000 Punkt auf meinem Konto verzeichnen und die haben für den 7. Platz in meiner AK gereicht. Insgesamt hat uns der Cup an wirklich tolle Seen geführt. Und wir haben gemerkt, dass die reine Schwimmszene etwas komplett Anderes ist, als eine Laufveranstaltung oder ein Wettkampf beim Triathlon. Die Menschen dort sind auch sehr entspannt, deshalb haben wir auch ganz viele von Ihnen kennenlernen dürfen und konnten tolle Kontakte knüpfen. Mein Resümee, wer Freude am Open Water hat, sollte sich diese Wettkampfserie einfach merken und daran teilnehmen. Auch wenn es nur ausgewählte Veranstaltungen sind. Vielleicht hat mein Bericht bei euch auch Lust auf mehr gemacht und wir fahren gemeinsam zu der ein oder anderen Veranstaltung im kommenden Jahr. Ich würde mich freuen, wenn wir auch da etwas zahlreicher als Team Klinikum Nürnberg auftreten könnten. Die Anmeldung für das Chiemsee Langstreckenschwimmen ist bereits geöffnet, und ich schon angemeldet :-)

Viele Grüße Bernd