Hallenmarathon in Senftenberg am 27.01.2019

Warum läuft man einen Marathon in 169 Runden auf einer 250-Meter-Bahn, die zudem noch Steilkurven hat? Nun... wenn man ein Jahr lang pro Monat einen Marathon plant, ist die Aussicht auf eine geheizte, trockene Halle statt Kälte und Schneematsch im Januar sehr verlockend - und so fuhren wir zum Auftakt unseres Marathonjahrs in die legendäre Niederlausitzhalle in Senftenberg: Chris und ich zum laufen, unser großartiger Fanclub (Natascha und Stefan) um uns anzufeuern und Fotos zu machen. Natürlich war mit der Perspektive von elf weiteren Marathons die Idee, den Lauf ruhig anzugehen. Der Einstieg war nervig: in jeder Kurve entweder hinter dem Vordermann abbremsen oder zum Überholen auf die Schräge. Nebeneinander laufen war fast unmöglich und entsprechend unkommunikativ. Alle Läufer um uns herum schienen den Lauf unglaublich ernst zu nehmen. Wir wurden ständig überrundet und ich fragte mich schon, wo um Himmels Willen wir da hinein geraten waren. Doch alles änderte sich auf der zweiten Hälfte: viele Läufer waren den Lauf zu schnell angegangen und fielen allmählich wieder zurück. Ich lief ein flottes Tempo ohne mich zu quälen und rückte vom 4. auf den 2. Platz bei den Frauen vor. Nach 4:02 Stunden war ich im Ziel. Ich war noch deutlich entspannter als die Erstplatzierte - und um einen halbwegs entspannten Lauf zum Einstieg war es mir ja hauptsächlich gegangen. Bei der Zielverpflegung und der Siegerehrung ergaben sich dann auch noch ein paar nette Gespräche mit anderen Läufern und ich durfte meinen ersten Marathon-Pokal entgegen nehmen. So war der Hallenmarathon ein gelungener Start ins Marathonjahr - im Februar geht es weiter mit dem Kristallmarathon im Bergwerk Merkers.