Vom Schwarzwald nach Nürnberg

 

1. Tag  85km
Heuer startete durch mehrere Ausfälle bedingt nur eine kl. Gruppe von TKN – Radlern/innen mit einem Kleinbus und 2 Transportern nach Lindau. Wie so oft geht das nicht ohne Stau, so kam es zu längeren Zwangspausen, die sich ein Teil von uns bei tollem Wetter mit Eis essen versüßten, während die Fahrer der Transporter noch im Stau standen. Mit ca. 2 Stunden Verspätung ging es dann endlich los auf die erste Etappe, von Lindau nach Mersburg. Dort mit der Fähre über den Bodensee nach Konstanz und weiter bis nach Relasingen.  Hier angekommen konnten wir uns bei gutem Essen im Biergarten noch den Abend verschönen.

2. Tag  103km / 1750hm
Am nächsten Morgen beschlossen wir die zweite Etappe zu verkürzen und radelten dann vier mal in die Schweiz und wieder heraus in den Schwarzwald. Ein Highlight des ersten Tages war sicher der Rheinfall in Schaffhausen, wo wir einen Kulturstopp einlegten. 30 km später bei einer rasanten Abfahrt durch das Schlücht - Tal kam es zur zweiten Panne an diesem Tag. Ein lauter Knall und der Reifen an Jessicas Vorderrad platzte, der Mantel war aufgerissen, Gott lob kam es zu keinen Sturz. Da wir uns im „Kein-Netzland“ befanden gestaltete sich die Anforderung unseres Begleitfahrzeug etwas schwierig was zu erneuten Zeitverzug führte. Wir entschieden uns daher für eine erneute Umplanung und nochmalige Verkürzung der Strecke. Nach der Mittagspause ging es zum Schluchsee hinauf (600 Hm) am See entlang, dann noch ein letzter Anstieg, so kamen wir mehr oder weniger ausgelaugt aber gut gelaunt in Lenzkirch an. Wieder konnten wir uns bei einem geselligen Abend austauschen.

3. Tag  130km / 1770hm
Nun kam er doch „DER REGEN“. Nach dem Frühstück begaben wir uns in Regenklamotten eingehüllt auf die Räder. Über diesen Tag gibt es nicht viel zu erzählen: Bergauf lies der Regen meist etwas
nach, um dann Bergab wieder heftiger zu werden. Daher war bei den Abfahrten vorsichtiges Fahren angeraten. Von der schönen Landschaft sahen wir leider so gut wie gar nichts. Es gab wie an solchen Tagen üblich auch keine ausgiebige Mittagspause, die Versorgung wurde auf ein Minimum reduziert. Kurz vor dem Ziel noch ein kurzer knackiger 20 % Anstrieg, danach war es niemanden mehr kalt. Nachdem wir alle wohlbehalten in Gammertingen ankamen, uns wieder trocken gelegt haben, war bei einigen der technische Dienst angesagt. (Bremsbeläge wechseln usw. ….) Trotz der widrigen Umstände hat sich die gute Laune gehalten. So hatten wir wieder einen netten Abend.

 4. Tag  140km / 1600hm
Nachdem es Tags zuvor nur einmal geregnet hat, starteten wir bei Sonnenschein zur 4. Etappe. Durch den schwäbischen Jura, eine herrliche Landschaft mit leichten langgezogenen Anstiegen und Abfahrten war eine reizvolle Fahrt. Wir durchfuhren u.a. das schöne Tal der großen Lauter. Jetzt kam auch der Zeitpunkt wo das Gruppenfahren perfektioniert wurde. Helmut und Marcel fuhren vorne ein gleichmäßiges Tempo das für ALLE passte. So konnten wir als geschlossener Verband ausgemacht werden, was bei einigen Leuten am Straßenrand Erstaunen erzeugte. Von den Autofahrern wurden wir so auch besser akzeptiert. In unserer Unterkunft in Neresheim wurden wir wieder sehr gut Verpflegt.

 

5. Tag  140km / 1110hm
Am letzten Tag unserer Ausfahrt setzte sich das Peloton wieder bei tollem Wetter in Fahrt. Mit einem kl. Abstecher zum Kloster Neresheim, ging es an die Rückkehr nach Nürnberg. Vorbei an Treuchtlingen und Weißenburg kamen wir in die Nähe von Pleinfeld wo wir zum letzten Mal unsere „Verpflegungstation“ aufbauten. Die Weiterfahrt führte uns über Roth (traditioneller Eisdielenstopp bei einer TKN Ausfahrt) nach Hause. Alles im allem denke ich haben sich die Mühen gelohnt. Für mich waren es tolle Erfahrungen und Eindrücke die ich wieder mit Radsportler/innen von TKN, teilen durfte. DANKE an alle!
Freue mich auf das nächste Jahr ….


Mit sportlichen Grüßen
Manfred